Dienstag, 21. Februar 2017

[Was wir tragen, was wir sind] Stilvorbilder

Verlinkt bei Art & Stils toller Aktion "Was wir tragen, was wir sind"
Hier habe ich darüber geschrieben, was ich unter "Stil" verstehe und hier geht es darum, wie sich mein Verhätlnis zu Kleidung entwickelt hat. Heute habe ich mich neuen Fragen von Nico angenommen.


Fallen dir Frauen auf der Straße auf? Falls ja, welche Art von Frauen ziehen deine Aufmerksamkeit auf sich?
Natürlich stechen mir manchmal Leute ins Auge - üblicherweise, wenn sie aufgrund von Äußerlichkeiten aus dem Rahmen fallen. Das können leuchtend bunte Haare sein oder eindeutig subkulturell konnotierte Kleidung. Besonders bei Kutten gucke ich dann auch oft ein bisschen genauer - könnte ja sein, dass da Inspiration für mich lauert (Farbschemata? Erkennbare Genrepräferenz? Zierstiche?). Neugierig werde ich auch bei Tattoos oder Piercings.

Es kann aber auch passieren, dass ich einer Frau hinterhergucke, die einen currygelben Wollmantel mit petrolfarbenem Loopschal kombiniert hat. Weil ich diese Farbkombination und solche bunten Flecken im februargrauen Alltag total großartig finde, sie aber bei mir nicht (mehr) stattfinden.

Welche bewunderst du? Was bewunderst du an der Art, wie andere Frauen auftreten? Wenn nicht Bewunderung, wie würdest du das Gefühl beschreiben, das eine interessant angezogene Frau auf der Straße bei dir auslöst?
Ich weiß nicht, ob ich von Bewunderung sprechen würde, da schwingt so viel Ehrfurcht mit - und die empfinde ich bei flüchtigen Begegnungen mit Wildfremden eigentlich nicht. Mir gefällt Ausgefallenheit. Und es erfreut mich, wenn ausgefallene Optik mit Entspanntheit und Selbstbewusstsein einher geht.


Viele Leute sagen, sie wollen sich «wohl fühlen», oder sie bewundern Menschen, die »selbstbewusst» wirken. Was bedeutet das für dich?
Ich nehme Menschen so wahr, wenn sie nicht an ihrer Kleidung zuppeln und in ihren Bewegungen nicht steif oder hektisch wirken oder sie den Blicken anderer Menschen nicht ausweichen. Aber inwieweit dieses von außen wahrgenommene Selbstbewusstsein wirklich von der getragenen Kleidung abhängig ist, ist natürlich fraglich. Genauso gut kann die hektisch zuppelnde Person ja auch dringend aufs Klo müssen oder kommt gerade zu einem wichtigen Termin zu spät und ist daher vollkommen unentspannt und hektisch - und nicht, weil sie sich Sorgen macht, was Hinz und Kunz von diesem Minirock halten. 

Ich muss gestehen: Dieses Mal hatte ich Schwierigkeiten, die Überschrift "Stilvorbilder" mit den Fragen in Einklang zu bringen. Random Begegnungen auf der Straße reichen für mich nicht aus, um Vorbilder zu küren. Natürlich mag eine solche Begegnung dafür sorgen, dass ich plötzlich Lust auf ein bestimmtes Kleidungsstück bekomme.

Viel wahrscheinlicher ist aber, dass diese Lust durch Personen ausgelöst wird, von denen ich deutlich mehr mitbekomme. Beispielsweise von Menschen hinter Blogs, die ich gerne lese und dadurch nicht nur einen deutlich breiteren Einblick in den Kleiderschrank (und damit ihren Stil), sondern auch das "Warum" und nicht nur das "Was" hinter einem Outfit erfahren kann. Die Gedanken, die sich jemand um seine Kleidung macht, finde ich dabei meistens "vorbildlicher" als die Kleidung selbst. Denn selbst wenn mir die Kleidung an sich nicht gefällt, kann die Idee dahinter mich auf total gute Ideen bringen oder mich aus einem bestimmten Blickwinkel auf meine Kleidung schauen zu lassen.

Kommentare:

  1. hihi, das hätten auch meine antworten auf die fragen sein können. mit ausnahme der tatsache, dass ich 98% meines lebens in bunten klamotten verbringe. und bei die klamotten zurechtzuppeln, musste ich an meine yogakurse denken. da sage ich auch immer: es gibt keine klamottenzurechtuppel asana, zieht euch gefälligst klamotten an, die euren geist beim yoga nicht ablenken :D klamotten die zurechtgezuppelt werden müssen, sind einfach nur nervig und lenken von den wichtigen dingen ab. zurechtzuppeln ist übrigens auch eines meiner lieblingsworte. hihi.
    liebst,
    jule*

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    1. Es gibt ja auch viel zu wenig Wörter, die zwei Zs enthalten und dieselbe Vokalfolge haben. :D
      Über bunte Klamotten haben wir ja schon ein bisschen geschrieben - ich find das super! An anderen Leuten - tatsächlich gucke ich auch oft (sehr) bunten Frauen hinterher, weil so schön anders als bei mir. :D

      Liebe Grüße,
      Sabrina

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  2. Ein Wallekleid in diesem Dessin auf deinem Bildhintergrund - das wäre mein Traum. Allerdings, ob das mein Stil wäre? weiß nicht. Ich mag alte Frauen mit rotem Lippenstift, auffälligen Kopfbedeckungen, Brillen, Schmuck. Da kann ich mich oft nicht satt sehen...
    Gute Nacht!
    Astrid

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    1. Oh ja, das wäre wirklich toll! Mit ganz weiten Ärmeln. (Dasb Bild habe ich übrigens von Art und Stil gemopst.)
      Frauen wie den von dir beschriebenen gucke ich auch sehr gerne hinterher. Und entgegen. Ich finde das klasse. :)

      Liebe Grüße und eine gute Nacht,
      Sabrina

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  3. Liebe Sabrina, danke für deinen sehr lesenwerten Beitrag. "Wenn ausgefallene Optik mit Entspanntheit und Selbstbewusstsein einher geht" - ja, das ist echt beneidenswert. Davon würde ich mir auch gern eine Scheibe abschneiden :-) Liebe Grüße, Karin

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    1. Immer gelingt mir das selbst ja auch nicht, aber umso schöner finde ich es an anderen. :)
      Liebe Grüße,
      Sabrina

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  4. Das hat jetzt Freude gemacht, deine Antworten durchzulesen! Mir ist es auch überhaupt nicht wichtig, dass der Stil einer anderen Person meinem entspricht oder, dass ich die Kleider dieser Person auch tragen möchte. Ich sehe mir auch gerne ganz Andersartiges an und finde Menschen oft interessant, eben weil sie anders sind als ich :)

    Liebe Grüße,
    Veronika

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    1. Ja, genau! Natürlich gucke ich mir auch gerne Leute an, die mich direkt und unmittelbar inspirieren ("Ui! DIESEN Mantel will ich auch in meinem Schrank haben!"), aber mindestens ebenso viel kann man ja auch von ganz anderem mitnehmen, wenn man entsprechende Transfers schafft.
      Liebe Grüße,
      Sabrina

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