Samstag, 17. Juni 2017

[Samstagstee] mit Netzfunden

Archivbild again: Dieses Mal aufgrund Internetausfalls.
Guten Morgen, ihr Lieben!
Mich hat diese Woche ein schweres Los ereilt, nämlich der nachhaltig aktive Ausfall des WLANs in meinem Zuhause. Deshalb schreibe ich diesen Post vorab, um euch überhaupt mit einem Lebenszeichen zu erreichen - am Handy schreibt es sich nicht ganz so angenehm.

Weil ich trotz Internetausfalls nicht so viel gewerkelt, sondern gelesen habe, müsst ihr euch heute auch noch mit fremden Stickereien begnügen. Die Vogel-Pin von Paulina Bartnik sind definitiv einen Blick wert - so naturgetreue und liebevolle Arbeiten könnte ich mir stundenlang anschauen.

Tierisch ist auch der nächste Link aus dem Jahre 2016. Ein schnuffiger Kater namens Barney hat zwanzig Jahre lang auf einem Friedhof gewohnt und dort bis zu seinem eigenen Tod Trauernden Trost gespendet. Wenn ich da an meine alte WG-Katze denke, die auch immer ankam, wenn es mir nicht gut ging und sich mit ihrem warmen, kleinen Körper um mich herumgewickelt hat, glaube ich, dass einem kaum etwas Besseres passieren kann.

Im ZEIT-Magazin fand ich einen Artikel zum Single-Dasein als Frau und fühlte mich an einen Punkt erinnert, den ich in meinen "Zehn Fakten über die Liebe" erwähnt hatte: Dass mir oft die Vorstellung begegnet, man sei als Mensch nur mit Partner eine vollständige Person. Marlene Teschner hat über diese Vorstellung aus persönlicher Sicht als Frau Ende 40 geschrieben und man hört das Augenrollen in jedem einzelnen Satz. Besonders geht ihr auf den Keks, dass diese Unvollständigkeit offenbar besonders für Frauen angenommen wird, während bei Männern viel stärker Konnotationen wie "Freiheit" und "Selbstbestimmung" im Mittelpunkt stünden. Ich geh dann nochmal nachschauen, in welchem Jahrhundert wir uns derzeit befinden...

Beim Springen von Link zu Link bin ich auf einen Artikel über Gisella Perl gestoßen, eine Gynäkologin, die im Konzentrationslager Auschwitz gezwungen war, mit Dr. Mengele zusammenzuarbeiten. Angesichts seiner tödlichen Experimente mit Schwangeren und deren ungeborenen Kindern sah sie nur einen Ausweg, um zumindest das Leben der Frauen zu retten: Abtreibungen ohne Schmerzmittel, ohne Desinfektionsmöglichkeit. Ich bin immer wieder berührt, wie viel einzelne Menschen auf sich genommen haben, um anderen (noch größeres) Leid zu ersparen - und traurig, dass nur so wenige bekannt sind.

Diese Links schicke ich nun zu Andrea und wünsche euch allen ein zauberhaftes Wochenende!

Kommentare:

  1. Interessante Themen schneidest du da an! Aber ich glaube, ich habe nicht zu allem die Kraft, die zu verfolgen. Mir reicht heute schon die Vorstellung, 5 Jahre in einem saudischen Gefängnis zu sitzen...
    Schön, dass du trotz deiner Widrigkeiten weiter blogst!
    Bon week-end!
    Astrid

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    1. Ja, das ist tatsächlich eine Vorstellung, die mindestens einen Tag sehr anfüllen kann. Danke, dass du bei diesem Thema so hartnäckig dranbleibst!

      Liebe Grüße,
      Sabrina

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  2. Liebe Sabrina! Da hast du ja wieder interessante Netzfunde für uns, vielen Dank! Besonders der letzte hat es in sich, so etwas berührt mich auch immer sehr.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende :)
    Liebe Grüße!
    Nina

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    1. Liebe Nina,
      vielen Dank - das hatte ich wirklich.
      Viele liebe Grüße,
      Sabrina

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  3. Ohne Netz, nur mit Handy, hast du trotzdem wieder eine Menge zusammengetragen.
    Hast du heraus gefunden, in welchem Jahrhundert wir uns befinden?
    Liebe Grüße,
    Andrea

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    1. Mein Handy, mein Laptop und alle spontan erreichbaren Kalender wiesen mich auf das 21. Jahrhundert hin. Wenn ich mir so manche Wortäußerung anschaue, habe ich aber sofort wieder Zweifel...

      Liebe Grüße,
      Sabrina

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  4. Wow, die Geschichte von Gisella Perl ist wirklich sehr bewegend. Vielen Dank für den Link!
    Auch die anderen sind wiedermal sehr interessant. :)
    Liebe Grüße
    Antje

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    1. Danke, das freut mich sehr!
      Liebe Grüße, Sabrina

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  5. Guten Abend!
    Danke für die interessante Zusammenstellung. Über Gisella Perl wusste ich bisher nichts, aber ich schaue mal, ob es über die noch mehr zu erfahren gibt. Sehr bewegende Geschichte.
    Ich bin ja nun seit zwei Jahren auch Single und finde es ätzend, wie oft mir (wohlgemerkt nur von Männern) gesagt wird, dass ich mich doch mal nach einem neuen Mann umschauen muss. Muss ich gar nicht!! Frauen verstehen viel eher, dass ich sage, dass ich das Singleleben erstmal ein bisschen genießen will. Komisch...
    LG
    Yvonne

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    1. Ich finde es sehr schade, dass Gisella Perls autobiographisches Buch vergriffen ist, ich werde wahrscheinlich Ausschau halten, ob ich es über ein Antiquariat oder als E-Book bekommen kann. Der Artikel ist für meinen Geschmack nämlich auch noch zu knapp. Falls ich was auftreibe, werde ich es hier kundtun. :)

      Spannend, dass du solche Erfahrungen bezogen auf das Single-Leben auch schon gemacht hast! Und traurig, dass Menschen sich so berechtigt fühlen, dir zu sagen, du mögest dich doch bitteschön wieder an jemanden binden. Hm.

      Liebe Grüße und viel Spaß beim Genießen!
      Sabrina

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