Samstag, 30. September 2017

[Samstagstee] mit Netzfunden

Zeit für Frühstück! Heute sogar mit selbstgemachter Pflaumenmarmelade. Mit Walnuss und Kardamom. Mhmm!
Hallo ihr Lieben!

Nun ist die Bundestagswahl schon fast eine Woche her und so langsam habe ich mich wieder beruhigt. Nicht im Sinne des dumpfen "Ach, was soll man schon tun"-Sumpfs, sondern im Sinne des "Okay, da muss man jetzt was machen."


WAS MACHEN ist auch der Titel eines "Newsletter[s] mit Ideen und Tipps für dein politisches und gesellschaftliches Engagement", der Mitte des Jahres gestartet wurde und den ich aboniert habe. Die Themen sind dabei vielfältig: von Blutspenden über Lektüretipps, Verstellung diverser Initiativen sind nur ein paar davon. In der aktuellen Ausgabe kurz vor der Wahl haben die Macher_innen unter anderem  erklärt, welche verschiedenen Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung es gibt. Daneben schlugen sie auch vor, Journalismus finanziell zu unterstützen - weil unabhängig finanzierte Medien eine der Möglichkeiten sind, Personen in Machtpositionen zu kontrollieren und Entscheidungen öffentlich zu hinterfragen.

Die Mädchenmannschaft hat in diesem Post ebenfalls vorgeschlagen, sich mit Spenden zu engagieren - feministischer/linker/emanzipatorischer Journalismus ist dabei aber nur einer der Zielvorschläge, auch Organisationen rund um Flucht und Asyl, Bildungsarbeit, Verfolgung von Polizeigewalt und einiges mehr werden genannt. Vielleicht findet ihr da ja auch etwas?
Spenden mag zwar weniger sichtbar sein als beispielsweise demonstrieren, hilft aber den Organisationen zumindest dabei, ihre Arbeit (gut) machen zu können. Das ist doch schon einiges wert.

Und weil es wichtig ist, sich im Leben auch Rückzugsräume zu schaffen, in denen man Kraft sammeln kann, hab ich mich sehr gefreut, auf  den #stitchtober als Variante zum #inktober zu stoßen. Die Idee des Inktobers ist es, an jedem einzelnen Oktobertag eine Tintenzeichnung anzufertigen - entsprechend geht es beim Stitchtober um eine Stickerei pro Tag. Ich habe den Eindruck, dass der Stitchtober noch keine große Verbreitung gefunden hat, aber das muss einen ja von nichts abhalten. Auf welche Weise ich das für mich umsetzen könnte, überlege ich noch. Vielleicht gibt es auch was Größeres, an dem ich aber jeden Tag ein bisschen arbeite?

Während ich darüber nachdenke, lasse ich mich auch noch an Andreas Plauschtafel nieder und schaue, was ihr so die Woche über getrieben habt.

Habt ein schönes Wochenende!

Kommentare:

  1. Ist es wirklich schon eine Woche her, seit dem ich abends kopfschüttelnd vor den Fernseher gesessen habe, Sabrina? Ein unglaubliches und wachrüttelndes Ergebnis, nicht wahr? Wusstest Du, dass um ersten Mal seit 72 Jahren eine rechtsradikale Partei (mit 12,6%) im Bundestag vertreten ist? Und das 1930 die NSDAP bei den Reichstagswahlen mit 18,3% eingestiegen ist? Ich muss schon wieder mit den Kopf schütteln. Sei liebe gegrüßt, Nicole (die das GRLPWR-Monsterchen genial findet!)

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    1. Krass wie die Zeit vergeht, oder? Dass die NSDAP in der ersten Legislaturperiode mit einem recht ähnlich Ergebnis eingestiegen war, hatte ich gesehen, ja. Deswegen finde ich diese ganzen verharmlosenden und relativierenden Aussprüche zu diesem Ergebnis auch so fürchterlich. Unsere heutige Demokratie ist zum Glück stabiler gebaut als die der Weimarer Republik und hat aus diesen Gründen mehr Kontrollmechanismen eingebaut, aber dennoch muss man doch der Tatsache ins Auge blicken, was da heute wieder als salonfähig gilt.

      Danke für deinen Kommentar (auch zum GRLPWR-Monsterchen :) )!
      Sabrina

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  2. Kraft sammeln?! Ja gerne! Aber nicht, wenn ich jeden Tag eine bestimmte Aufgabe erledigen muss! Schaffst du das ?

    Gruß Marion

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    1. Ich weiß es noch nicht. Ich hab aber in den letzten Monaten entschieden zu wenig gewerkelt, das könnte eine Möglichkeit sein, das wieder stärker in den Vordergrund zu holen. Mal sehen, ob ich einen Weg finde, das stressfreier umzusetzen. :)

      Liebe Grüße
      Sabrina

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  3. ach, was für eine schöne frühstücksunterlage dachte ich so. die ersten beiden links kannte ich schon. aber das ist ja nicht schlimm. andere können sie sicher gut gebrauchen. aber dann: jeden tag eine stickerei? uffz! das hätte ich nichtmal im sabbelyeah geschafft. da bin ich mal gespannt, was da so zusammenkommt.
    auch dir ein (hoffentlich) langes, schönes wochenende.
    liebst,
    jule*

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    1. Eine liebe Freundin hat mir da mal ein ganzes Set genäht. Leider verwende ich es viiiiel zu selten. Aber hin und wieder darf es mal an die frische Luft. :)
      Dass du die ersten beiden schon kennst, dachte ich mir. :D Und ja, jeden Tag eine ganze Stickerei schaffe ich bestimmt nicht. Das verträgt sich ja auch gar nicht mit meiner Art der Stickerei mit den ganzen winzigen Stichen usw. Ich wüsste auch nicht, was ich mit 31 kleinen Stickereien eigentlich anstellen sollte. Aber ich hab da ein Stickerei-Projekt im Hinterkopf, mit dem ich einfach mal starten könnte und dann täglich den Fortschritt zeigen. Oder so. Stitchtober light, quasi.

      Mein Wochenende ist leider nur kurz, weil ich im Büro die Notbesetzung spielen darf. Aber zumindest heißt das: Ruhiger Montag. ;) (Hoffe ich zumindest.)

      Liebe Grüße
      Sabrina
      Sabrina

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  4. Bei uns stehen die Nationalratswahlen bevor, und ich war noch selten so ratlos, wen ich wählen soll. Zwar sind die Rechten bei uns nicht stärker als in den vergangenen Jahren (eigentlich auch traurig, wenn ich das schon so lapidar hinnehme), aber ein junger Blender zieht viele auf seine Seite, nur wenn man sich das Wahlprogramm anschaut, kommt das große Grausen. *seufz* Wenn Politik doch von Menschen betrieben würde, denen die laufende Veränderung zum Wohle der Gesellschaft ein Anliegen wäre und nicht nur ihre eigene Bereicherung an Macht und Geld... *seufz*
    #stitchtober kannte ich nicht, würde mich voll reizen, aber bei mir wird es ein "Umzugstober" - Anfang November können wir hoffentlich die neue Wohnung beziehen! Und vorher wird radikal ausgemistet, und nur eingepackt, was wirklich noch Freude macht. (Putzmittel und Staubsauger mal ausgenommen. Die kommen auch mit, wenn sie keine Freude machen.) Mal sehen, wie viel Zeit daneben noch zum Handwerkeln und Bloggen bleibt. Wünsch Dir einen gemütlichen Sonntag, bis bald, Gabi

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    1. Puh, das macht es natürlich nicht einfacher, wenn zur eigenen Entscheidung nach eigenen Vorstellungen auch noch die taktische Überlegung hinzukommt, mit welcher Entscheidung man welche Ergebnisse vielleicht im besten Falle verhindern könnte. Ich drücke die Daumen für einen... hm... erträglichen? Wahlausgang!

      "Umzugstober" klingt auch fies - das dauert bei mir zum Glück noch ein Weilchen, aber ausmisten muss ich tatsächlich jetzt schon... Das könnte ich heute auch ein bisschen vorantreiben.^^

      Liebe Grüße
      Sabrina

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  5. Im Moment beunruhigt mich Spanien mehr als Deutschland. Mensch, was ist da los????? Liebe Grüsse von Regula

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    1. Oje, da hast du allerdings Recht. Spanien gefällt mir auch gar nicht, seit ich nicht mehr so erschrocken auf die deutsche Politik starre, sondern auch wieder über den nationalen Tellerrand gucke. Hat ja aber eigentlich auch ein bisschen in dieselbe Kerbe, nicht wahr?

      Liebe Grüße
      Sabrina

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  6. Jeden Tag eine Stickerei entwerfen wird sicher nicht einfach, da bin ich mal gespannt. Drücke dir die Daumen, dass du es schaffst.
    Liebe Grüsse
    Angy

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    1. Ich habe mich jetzt für die größere Stickerei entschieden, die mich den Monat über begleiten darf. Mit 31 winzigen Stickereien kann ich nämlich leider einfach auch nichts anfangen...

      Liebe Grüße und vielen Dank fürs Daumendrücken!
      Sabrina

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  7. Oh! In meinem neulich gefressenen Beitrag hatte ich genau über diese "Aber was machen?"-Frage geschrieben. Also dass ich vor allem rätsle, was genau nützlich ist und was eher so ein Ruf zu den Waffen ist, der dann auch bei anderen den griff zur Waffe erleichtert. Ich beobachte das gegenseitige Hochrüsten von Linksautonomen und Polizei mit ganz schön großer Sorge. Da werden Fronten verhärtet, die so massiv nicht sein müssten, und zwar von beiden Seiten. Ich habe einige Freunde, die mir zu krassdrufflinks sind, und ein paar Bekannte bei der Polizei, die ich auch mag, und ich möchte bitte nicht, dass die sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, hallo? Aber da redet man oft gegen Mauern, so dick wie die von, was weiß ich denn, Babylon. Immer haben die anderen angefangen, und man selbst reagiert ja nur. Bah. Hatten wir hja in Weltgeschichte und Literatur und so nur ein paar Milliarden mal, ist ja nur eins der berühmtesten Motive für Geschichten, macht ja nix, man kann ja trotzdem auf diesen uralten Zug aufstehen, warum denn aus der Vergangenheit lernen, wenn man heute frisches Blut vergießen kann. Manchmal hab ich nicht genug Hände, um Leute, die ich eigentlich furchtbar gern hab, damit zu schütteln, bis ihnen die Zähne klappern.
    Trotzdem bleibt die Frage, was tun. Was Du unter anderem tust, nämlich sozusagen Blogjournalismus, finde ich schon wichtig und gut. Mir geht es oft so, dass ich richtig durchatme, wenn ich engagierte, kluge Worte lese und spüre: Nee, nicht die ganze Welt spinnt gerade drauflos, es gibt eine Menge vernünftige, freundliche Leute. Das tut echt wahnsinnig gut und verleiht mir wieder Mut und Kraft, wenn es mich mal sehr anfasst. Das alles. Danke!

    Liebe Grüße
    Maike

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    1. Danke für deinen langen Kommentar! Das bedeutet mir wirklich viel, dass du meine Posts als hilfreich und kraftspendend empfindest. Ich habe nämlich ganz oft das Gefühl, viel zu wenig zu tun...

      Liebe Grüße
      Sabrina

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